| Ordnung. Und das, obwohl uns das ganze Jahr hindurch Krisenszenarien begleitet haben, vom Krieg in der Ukraine über die flaue Konjunktur am Bau bis hin zum Scheitern der Ampelkoalition und einem gestiegenen Krankenstand der Beschäftigten. Ja, wir können zufrieden sein und das Dachdeckerhandwerk hat sich stabil gehalten.
Haben sich Umsätze, Preise und Gewinne 2024 zufriedenstellend entwickelt?
Die Materialpreise sind generell gefallen, gerade in den Bereichen Holz und Bitumen. Noch deutlicher sieht man den Preisverfall bei Solarmodulen. Die bekommen Sie heute für die Hälfte des Preises, den Sie vor zwei Jahren gezahlt haben. Und die Industrie flutet den Markt mit immer günstigeren Angeboten. Für uns im Handwerk bedeutet das einen Rückgang der Umsätze. Wir machen zwar die gleiche Arbeit, aber nur noch 40 Prozent des Umsatzes durch die Materialien. Was darüber hinaus die Gewinne schmälert und sie in den nächsten Jahren weiter senken wird, sind die hohen Personalkosten. Glücklicherweise haben wir jetzt einen Tarifabschluss erreicht, der die Steigerung der Lohnkosten über drei Jahre verteilt und der Bedachungsbranche Planungssicherheit gibt. Da gibt es andere Branchen, die zweistellige Prozente bei den Lohnerhöhungen auf einmal bewältigen müssen. Das macht sich sofort in der Marge bemerkbar. |